Deutschland Montag, 17. Juli 2017
20:45 Uhr
Schweden
0:0
Tore
keine

90'
Fazit:
Deutschland holt zum Auftakt der EM 2017 in den Niederlanden durch das 0:0 gegen Schweden einen Punkt. Damit hält die Serie ohne Pflichtspiel-Niederlage gegen Pia Sundhages Team, auch wenn es dieses Mal keinen Sieg gab. Sundhage hingegen konnte die "Dämonen" erneut nicht besiegen, dennoch dürfte sie sich über den Punktgewinn freuen. Die junge deutsche Mannschaft kann ebenfalls zufrieden sein, auch wenn es noch einigen Verbesserungsbedarf gibt und das Unentschieden den Favoriten etwas bremst. Im zweiten Durchgang hatten die Deutschen mehr Schwung nach vorne und hatte einige gute Chancen. Islacker vergab die beiden besten Möglichkeiten, beim zweiten Versuch reagierte Lindahl stark. Auf der Gegenseite verhinderte Schult gegen Blackstenius und Schelin einen Gegentreffer. Deutschland und Schweden liegen nach einem umkämpften Remis punktgleich auf Rang zwei. Am Freitag geht es für die Spielerinnen von Steffi Jones weiter gegen Italien, zuvor spielt Schweden gegen Russland. Das war es aus Breda, bis zum nächsten Mal!
90'
Spielende
90'
Islacker stürmt nochmal los, wird aber wegen eines Foulspiels zurückgepfiffen. Fischer schlägt die Kugel weit weg, dann ist Schluss.
90'
Deutschland kommt nochmal, aber zum wiederholten Mal wird auf Abseits entschieden. Dieses Mal ist es Kayikci und die Entscheidung ist korrekt.
90'
Offizielle Nachspielzeit (Minuten): 3
87'
Pia Sundhage scheint mit dem Unentschieden gut leben zu können. Sie bringt für die Schlussminuten mit Magdalena Eriksson eine Verteidigerin, um den Punkt zu sichern. Jonna Andersson verlässt den Platz.
87'
Einwechslung bei Schweden -> Magdalena Eriksson
87'
Auswechslung bei Schweden -> Jonna Andersson
85'
Nächster Abschluss: Maier wird rechts im Strafraum freigespielt und zieht ab. Lindahl hat die Kugel im Nachfassen sicher. Die Deutschen drängen auf den Treffer!
82'
Riesenchance! Marozsán flankt einen abgeprallten Ball direkt in den Sechzehner, wo Islacker die Hand gehoben und sich angeboten hatte. Lindahl wehrt den Direktschuss mit einem Weltklasse-Reflex ab. Nach der folgenden Ecke köpft Peter, verfehlt das Tor aber deutlich.
80'
Gute Idee, schwache Umsetzung: Marozsán spielt einen Steilpass in den Lauf von Magull, der aber ein wenig zu scharf ist, dadurch kommt die Freiburgerin nicht heran. Lindahl schnappt sich das Spielgerät.
79'
Hinten hat sich Schweden wieder stabilisiert. Die eingewechselte Maier geht mit nach vorne, wird aber von den Viererkette ins Abseits gestellt. Noch knapp zehn Minuten plus Nachspielzeit verbleiben.
76'
In allen 26 Duellen zwischen Deutschland und Schweden hat es kein Unentschieden gegeben. 19 Spiele gewann Deutschland, nur sieben Mal hieß der Sieger Schweden. Momentan ist es eine enge Kiste, wo der kleinste Fehler entscheiden kann.
75'
Gelbe Karte für Lina Magull (Deutschland)
Magull kann Rubensson nach einem Ballverlust nur mit einem taktischen Foul stoppen. Sie sieht dafür die erste Gelbe Karte der Partie.
74'
Schweden erhöht die Schlagzahl. Wieder geht es über links, dieses Mal schließt Schelin ab. Schult hat den Ball im Nachfassen.
73'
Blässe hat alles gegeben und ist nun platt. Sie wird durch Leonie Maier ersetzt.
73'
Einwechslung bei Deutschland -> Leonie Maier
73'
Auswechslung bei Deutschland -> Anna Blässe
71'
Uff! Der bislang so starken Henning unterläuft ein Stellungsfehler und prompt ist Blackstenius auf und davon. Henning bleibt dran und zieht und zerrt an der Jokerin, lässt aber im Strafraum los und überlässt das Schicksal ihrer Mannschaft Torfrau Schult. Die pariert den Flachschuss mit dem Fuß sehr stark und verhindert den Rückstand.
68'
Die Joker im Zusammenspiel: Islacker bedient rechts die mitgelaufene Kayikci, die gegen Andersson ein wenig zu überhastet abschließt und geblockt wird. Da hätte sie noch ein paar Meter gehen können. Dennoch: Deutschland ist am Drücker!
66'
Fast die Führung! Simon flankt scharf von links in den Strafraum, wo Islacker verlängert und die eben eingewechselte Kayikci hauchdünn verpasst. Der Ball kullert am rechten Pfosten vorbei.
65'
MIt Hasret Kayikci kommt eine junge Angreiferin zu ihrem EM-Debüt. Sie war im Testspiel gegen Brasilien erfolgreich.
65'
Einwechslung bei Deutschland -> Hasret Kayikci
65'
Auswechslung bei Deutschland -> Anja Mittag
63'
Nach langer Zeit ist Schweden mal wieder vorne, aber Henning klärt gegen Schelin zur Ecke. Henning macht ein sehr gutes Spiel und ist stark in den Zweikämpfen. Sembrant kommt nach der Ecke zum Kopfball, aber der geht klar daneben.
61'
Eine halbe Stunde bleibt den Deutschen, um ihre starke EM-Bilanz mit einem weiteren Kapitel zu füllen. Bislang verloren deutsche Mannschaften von 36 Spielen bei Europameisterschaften nur zwei und war in 29 Fällen der Sieger. Wird heute die 30 vollgemacht?
58'
Die schwedische Kurve ist erbost, als es nach einem Zweikampf von Blässe und Asllani keinen Freistoß für ihre Lieblinge gibt. Stattdessen greift Deutschland an und Marozsán bedient Mittag, die knapp verfehlt. Da war noch eine Schwedin dran, aber die Ecke bringt nichts ein, weil Däbritz Asllani unfair festhält.
57'
Däbritz schließt nach einer Flanke von Simon mit links ab, wird aber abgeblockt. Deutschland ist offensiver wesentlich präsenter als im ersten Durchgang, während Schweden noch keinen Abschluss hatte.
56'
Es wird sogar ein Doppelwechsel: Auch Fridolina Rolfö verlässt neben der angeschlagenen Olivia Schough den Platz. Elin Rubensson kommt aufs Feld, außerdem ist Stina Blackstenius neu dabei.
56'
Einwechslung bei Schweden -> Stina Blackstenius
56'
Auswechslung bei Schweden -> Fridolina Rolfö
56'
Einwechslung bei Schweden -> Elin Rubensson
56'
Auswechslung bei Schweden -> Olivia Schough
54'
Olivia Schough sitzt am Mittelkreis. Sie hat im Zweikampf mit Kristin Demann einen Schlag abgekommen und greift sich an den Oberschenkel. Elin Rubensson macht sich an der Seitenlinie bereit, sie dürfte gleich eingewechselt werden.
53'
Mit viel Übersicht spielt Schelin einen Pass aus der Drehung auf Seger. Die hat viel Platz, aber mit Riesenschritten kommt Blässe heran und spitzelt ihr die Kugel weg. Das war eine starke Aktion der Wolfsburgerin.
52'
...und sie probiert es direkt! Der Ball fliegt über die sich duckende Schelin hinweg auf das Gehäuse zu, wo Lindahl sicher zupackt.
51'
Däbritz führt den Ball, braucht aber zu lange, um weiterzuspielen. Dennoch holt sie gegen Asllani einen Freistoß halblinks im Mittelfeld heraus. Marozsán wird die Kugel hereinbringen...
48'
Deutschland startet mit Schwung! Erst retter Fischer in höchster Not gegen Marozsán. Doch Blässe setzt nach und flankt gefährlich vor das Tor, wo die heranrauschende Islacker nur knapp verpasst.
47'
Das erste Spiel in der Gruppe B hat Russland mit 2:1 gegen Italien gewonnen, dadurch sind die Russinnen Tabellenführer. Nur die ersten beiden Mannschaften je Gruppe kommen bei einem auf 16 Mannschaften heruntergestockten Team weiter. Ein Sieg wäre also heute richtungsweisend.
46'
Ohne weitere personelle Veränderungen geht es weiter mit Durchgang zwei!
46'
Anpfiff 2. Halbzeit
45'
Halbzeitfazit:
Zur Pause steht es leistungsgerecht 0:0 zwischen Deutschland und Schweden. Pia Sundhages Team startete schwungvoll und hatte gegen nervöse Deutsche die Anfangsphase im Griff. Nach und nach kamen die Deutschen besser ins Spiel und hatten durch Demann eine gute Chance. Schweden steht hinten kompakt und so gelingt es den Deutschen kaum, Überzahlsituationen zu schaffen. Nach einer halben Stunde verloren beide Mannschaft dann den spielerischen Faden. Viele Fehler verhinderten flüssiges Passspiel, die Folge waren Abspielfehler und keine weiteren Chancen. Zum zweiten Durchgang erhoffen wir uns mehr Strafraumszenen und hoffentlich auch Tore!
45'
Ende 1. Halbzeit
45'
Offizielle Nachspielzeit (Minuten): 1
44'
Die Schwedinnen stehen hinten dicht gestaffelt. Die Ketten sind eng beieinander und das Zentrum ist komplett zu. Eigentlich hat die deutsche Mannschaft die spielerischen Mittel, um durch dieses Bollwerk zu kommen, aber sie machen zu viele Fehler.
42'
Unter Mithilfe der Schiedsrichterin, die einen Pass von Magull unglücklich abfälscht, kontern die Schwedinnen. Simon passt aber dann auf dem linken Flügel sehr gut auf und spitzelt der startenden Schelin die Kugel vom Fuß.
39'
Nun wird der Wechsel vollzogen und Islacker kommt für Huth. Diese leidet offenbar an muskulären Problemen und wird an der Bank sogleich am Oberschenkel bandagiert. Islacker gilt als Spielerin, die nach Einwechslung sofort da ist und keine lange Eingewöhnungszeit braucht.
39'
Einwechslung bei Deutschland -> Mandy Islacker
39'
Auswechslung bei Deutschland -> Svenja Huth
38'
Blässe kommt über rechts. Sie zieht nach innen und schließt ein wenig verzweifelt mit links ab, weil das Zentrum dicht ist. Da fehlen gute zwei Meter.
36'
Bitter: Für Svenja Huth geht es wohl nicht weiter. Mandy Islacker macht sich bereit und wird gleich eingewechselt werden. Auf dem Platz schüttelt Huth traurig den Kopf, beißt aber noch auf die Szene.
35'
Ein Beispiel: Simon nimmt auf links Däbritz schön mit und die hat Platz zum Flanken. Doch ihr Zuspiel landet im Niemandsland im Sechzehner, da ist keiner Mitspielerin in der Nähe. Aus dieser Situation hätte man mehr machen können.
34'
In den letzten Minuten ist die spielerische Linie auf beiden Seiten etwas verloren gegangen. Mehr als fünf oder sechs Stationen gelingen nicht, zu oft kommen Abspielfehler oder Missverständnisse dazwischen.
31'
Svenja Huth hat in ihrer Karriere schon viele Rückschläge hinnehmen müssen und auch schon wichtige Turniere dadurch verpasst. Jetzt muss sie nach einem Zweikampf draußen behandelt werden, kann dann aber zunächst weitermachen.
29'
...die von Simon hereingebracht wird, aber in den Armen von Lindahl landet. Dann unterbindet Däbritz mit gutem Zweikampfverhalten einen schnellen Konter der Schwedinnen, die einen Einwurf bekommen.
28'
Magull und Mittag kombinieren sich schön über den rechten Flügel. Die Rekordspielerin will rechts Huth mitnehmen, die allerdings zu zögerlich nachkommt. So gerät Mittags Pass zu ungenau, immerhin gibt es eine Ecke...
25'
Jetzt belagern die Deutschen den gegnerischen Sechzehner. Erst wird Marozsán abgeblockt, dann versucht es Däbritz mit einem Pass in die Schnittstelle. Dort steht Huth allerdings im Abseits und die Situation wird abgepfiffen.
24'
Endlich geht es mal schnell und wieder über rechts: Huth zieht die scharfe Flanke in die Mitte, wo Fischer gerade noch vor Mittag zur Stelle ist. Deutschland wird mutiger im Spiel nach vorne.
22'
Seger bleibt nach einem harten Einsteigen von Demann liegen. Das war etwas zuviel Einsatz von der Abräumerin. Die Schwedin kann aber weitermachen. Es gibt zwar keinen Freistoß, aber Marozsán spielt den Schiedsrichterball fair zurück zu den Schwedinnen.
21'
Huth schafft es mit einem klugen Flügelwechsel endlich mal etwas Raum. Blässe bekommt die Kugel und holt immerhin einen Eckball raus. Der kommt von Marozsán, wird aber abgefangen. Schweden steht hinten sehr kompakt und lässt wesentlich weniger zu als zuletzt Brasilien im Testspiel.
19'
Peter verliert den Ball am eigenen Strafraum gegen Schelin, die sofort in den Sechzehner zieht. Henning hilft aus und klärt gegen die Angreiferin zur Ecke. Die landet über Umwege wieder bei Schelin, aber da fehlen ein paar Meter.
17'
Derweil greifen ihre Mannschaftskolleginnen an und es wird gefährlich. Henning fängt eine Flanke von Seger ab, spielt aber dann einen ungenauen Pass. Mittag muss hinten aushelfen, macht das aber mit einer fairen Grätsche gegen Asllani stark.
16'
An der schwedischen Bank ist Hektik angesagt: Dahlkvist war vor wenigen Minuten weggerutscht und ist offenbar mit ihrem Schuhwerk unzufrieden. Zwei Ersatzspielerinnen helfen ihr beim Schuhwechsel.
14'
Marozsán pflückt den Ball an der Strafraumgrenze mit der Brust herunter und zieht volley ab, wird aber abgeblockt. Dann spielt Mittag das Leder mit der Hacke in Richtung Däbritz, die aber nicht herankommt, weil Fischer vor ihr klärt.
12'
Wieder ist Schelin im Mittelpunkt: Sie wird von rechts bedient und zieht im Strafraum direkt mit rechts ab. Der Schuss wird abgeblockt und Schult muss nicht eingreifen.
10'
...denn Schweden kontert über Superstar Schelin, die zur Abwechslung über den linken Flügel kommt. Blässe blockt sie aber klasse ab und der Ball rollt ins Toraus.
9'
Der erste gefährliche Abschluss gehört Deutschland! Magull wird durch einen Traumpass von Marozsán rechts am Strafraum in Szene gesetzt. Von der Grundlinie flankt sie in den Rücken der Abwehr, wo Demann den Ball direkt nimmt und Simon in der Mitte knapp verpasst. Die Kugel kommt nochmal in den Sechzehner, dieses Mal will Demann mit links abschließen, aber das Leder rutscht ihr über den Fuß. Plötzlich wird es auf der anderen Seite eng...
8'
Im Mittelfeld wird schon in der Anfangsphase um jeden Zentimeter gekämpft. Die Schwedinnen zeigen viel Power und Wucht im Spiel nach vorne, aber Magull kann den Ball zurückerobern und spielt zu Schult zurück. Dann erfolgt der Aufbau über die Torhüterin.
7'
Nach einer missglückten Kopfball-Abwehr kommt Demann aus dem Hinterhalt zum Abschluss. Sie hat einen guten Schuss, erwischt die Kugel aber hier nicht richtig und verfehlt das Gehäuse deutlich.
6'
Auf der Gegenseite holt Marozsán die erste Ecke gegen Fischer heraus. Sie tritt selbst an und die Schwedinnen können zum nächsten Eckball klären. Dabei wird es unübersichtlich, am Ende foult Henning ihre Gegnerin und wird zurückgepfiffen.
4'
Bei der nächsten Ecke probieren es die Schwedinnen mit einer neuen Variante: Fünf Spielerinnen stehen in der Mitte und lauern auf die Flanke. Es gibt aber nur eine weitere Ecke, dieses Mal gruppieren sich vier gelb-blaue Spielerinnen. Deutschland verteidigt im Raum, aber Sembrant kommt zum Kopfball. Zum Glück bringt sie den Ball nicht auf das Tor.
3'
...und die Ecke kommt kurz. Ein Flanke von rechts misslingt dann völlig und der Ball ist wieder in den Reihen der Deutschen. Die Gefahr ist vorerst gebannt.
2'
Schweden sucht erstmals den Weg nach vorne. Rolfö wird von Schelin losgeschickt, aber das Zuspiel ist zu ungenau und geht ins Aus. Die Schwedinnen können den Ball aber zurückerobern und profitieren dabei von Abstimmungsproblemen in der Abwehr. Es gibt die erste Ecke für Schweden...
1'
Das Spiel hat begonnen! Die Deutschen lassen den Ball in ihren Reihen laufen. Sie spielen ganz in weiß gegen die traditionell in gelb und blau auflaufenden Schwedinnen.
1'
Spielbeginn
Es ist angerichtet! Die Nationalhymnen ertönen und dann kann das Spiel gleich beginnen! Schiedsrichterin ist Katalin Kulcsár aus Ungarn.
Im Kader findet man deshalb auch viele neue Gesichter, darunter die beiden Freiburgerinnen Lina Magull und Carolin Simon. Magull stellte fest: "Nach dem Spiel sehen wir, wo wir stehen." Beide durften bei der Generalprobe gegen Brasilien (3:1) von Beginn an ran und dürfen auch heute beginnen. Simon spielt neben Josephine Henning, Babett Peter und Anna Blässe in der Viererkette. Davor spielt überraschend Kristin Demann als weitere Absicherung für die Defensive. Magull spielt neben Kapitänin Marozsán und Sara Debritz. Svenja Huth und Schweden-Legionärin Anja Mittag sollen vorne die Tore machen. "Das ist ein ganz besonderes Spiel für mich. Natürlich macht es etwas aus, wenn man die Stärken und Schwächen von Gegenspielerinnen kennt", sagte Mittag, die mit 154 Einsätzen die erfahrenste Akteurin im Kader ist.
"Vielleicht ist unsere größere Erfahrung diesmal ein kleiner Vorteil", sagt Sundhage im Hinblick auf ihre Mannschaft. Doch auch Jones geht zuversichtlich ins Spiel und ins Turnier. "Wir haben sehr gut arbeiten können und spielerisch sogar noch zugelegt, sind sehr variabel. Das macht mich sehr optimistisch, dass wir ein gutes Spiel abliefern werden", so die Bundestrainerin. In ihrer Mannschaft fehlt es allerdings nach den verletzungsbedingen Absagen der drei Olympiasiegerinnen Alexandra Popp, Simone Laudehr und Melanie Leupolz an Erfahrung. Vor allem Popps Ausfall mitten in der Vorbereitung war ein harter Schlag, denn die Vize-Kapitänin geht mit ihrer Physis und ihren Führungsqualitäten oft voran.
Ähnlich sieht das Lotta Schelin. Die inzwischen 33-Jährige ist immer noch der Star der Mannschaft und will endlich den Fluch gegen Deutschland brechen. "Wir wollen die Dämonen vertreiben." Ihre Mannschaft setzt vorne auf Schelins Durchschlagskraft und ihre Tore. Fridolina Rolfö von Bayern München soll im Sturm neben Kosovare Asllani ebenfalls für Torgefahr sorgen. In der Abwehr ist Wolfsburgs Nilla Fischer die Chefin. Sie hat mit ihrem Klub das Double geholt und geht mit Selbstvertrauen ins Turnier. Die Schwedinnen agieren in einem flachen 4-4-2-System mit sehr enger Raumaufteilung, das zunächst defensiv ausgerichtet ist. Doch über die schnellen Offensivspielerinnen oder über lange Bälle kann es ganz schnell gefährlich werden.
Weniger gute Erinnerungen haben logischerweise die Schwedinnen an das Olympiafinale. Es war der negative Höhepunkt vieler großer Vergleiche, die Schweden als Verlierer hinterließen. Vor Rio gab es 2015 eine 1:4-Klatsche bei der WM in Kanada und ein Jahr zuvor verlor man das EM-Halbfinale in der Heimat knapp mit 0:1. Trainerin damals wie heute war Pia Sundhage. Die Ikone des schwedischen Frauenfußballs wird nach dem Turnier von ihrem Posten zurücktreten. Sie gibt sich kämpferisch: "Deutschland muss irgendwann verlieren. Wir sind einfach dran mit einem Sieg gegen sie, und sie sind dran mit einer Niederlage."
Gerne denkt Marozsán an Rio zurück. "Dieses Finale war ein besonderer Moment", erzählt sie in bei Pressekonferenz. Inzwischen ist Marozsán der Star der Truppe, als Spielführerin geht sie voran und ist bei den Gegnern gefürchtet. Seit vergangenem Sommer zieht sie auch bei Champions League-Sieger Olympique Lyon die Fäden. Mitspielerin Svenja Huth lobt ihre gute Freundin: "Sie ist für mich die perfekte Kapitänin. Sie ist auf und neben dem Platz immer mit dem Herzen dabei, sie reißt die Spielerinnen mit."
Zum Auftakt gibt es gleich den Klassiker gegen Schweden. Die Statistik spricht klar für die Deutschen: Sie gewannen alle der bislang fünf Begegnungen bei Europameisterschaften, wenn auch durchaus knapp. Schweden konnte von 13 Vergleichen bei großen Turnieren nur zwei gewinnen und die waren vor der Jahrtausendwende. Das letzte große Spiel liegt noch gar nicht lange zurück: 2016 holten die Deutschen zum Abschied von Silvia Neid die Goldmedaille bei Olympia mit einem 1:0 gegen Schweden. Torschützin des goldenen Treffers war Dzsenifer Marozsán. Für sie war das Spiel ein Durchbruch.
Für Steffi Jones ist es das erste große Turnier als Bundestrainerin. Nach elf Jahren löste sie Silvia Neid ab. Deutschland geht als klarer Favorit in das Turnier. Sechsmal in Folge war die DFB-Auswahl zuletzt Europameister. Insgesamt wurde die Europameisterschaft bei den Frauen elfmal ausgetragen und Deutschland ist mit acht Titeln Rekordsieger bei neun Teilnahmen. Nach der Ära Neid fand jedoch auch ein Umbruch in der Mannschaft statt. Nun steht die stark verjüngte Truppe vor der ersten großen Herausforderung.
Christina Müller kommentiert das Spiel und wünscht gute Unterhaltung!
Willkommen zum Auftakt der Frauen-EM 2017 in den Niederlanden für die Deutsche Nationalmannschaft! In der Gruppe B bekommt es die Mannschaft von Bundestrainerin Steffi Jones mit den Schwedinnen zu tun. Anstoß ist um 20:45 Uhr!
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