16.03.2017 09:34 Uhr

Kramer warnt: "Auswärtstor kein Vorteil"

Christoph Kramer (r.) will mit der Borussia gegen Schalke gewinnen
Christoph Kramer (r.) will mit der Borussia gegen Schalke gewinnen

Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach kehrt nach abgesessener Gelbsperre im Europa-League-Rückspiel gegen den FC Schalke 04 (21:05 Uhr) wieder auf den Rasen zurück. Kurioserweise ist er dabei sogar froh, im Hinspiel nicht mit 1:0 gewonnen zu haben.

"Es tat weh, weil man unbedingt helfen möchte", ärgerte sich Kramer im "kicker"-Interview über seine Sperre: "Umso mehr brenne ich jetzt auf das Rückspiel. Ein Achtelfinale in der Europa League, Flutlichtspiel, die Atmosphäre im Borussia-Park - für solche Momente spielt man Fußball." Für den 26-Jährigen wird es die zwölfte Partie in der Europa League werden.

Mit Blick auf den Gegner rechnet sich der Borusse gute Chancen auf ein Weiterkommen aus. Dennoch warnt Kramer vor dem Rückspiel: "Das Auswärtstor ist gut, aber ich betrachte es nicht als großen oder entscheidenden Vorteil. Vielleicht ist es auch gar nicht so schlecht, dass wir keinen 1:0-Sieg im Rücken haben, sondern dieses 1:1." Schließlich hätte "ein 1:0 etwas Trügerisches gehabt". Unterschätzen wolle man den Bundesliga-Konkurrenten also nicht.

Rückrunde? "Eine 1+!"

Dabei sei die Vorgabe, "defensiv ordentlich zu stehen und Stabilität zu erlangen". Diese hatte im letzten Liga-Spiel gegen den Hamburger SV noch gefehlt. Nach der Führung schaltete die Borussia ab und gab das Spiel letztlich aus den Händen. Die 1:2-Niederlage bei den Hanseaten trübe allerdings nicht die guten Leistungen der letzten Wochen: "Wir spielen eine fantastische Rückrunde. Das ist keine 1 mehr, das ist eine 1+! Die Hamburg-Niederlage ändert daran gar nichts", so der Mittelfeldmotor weiter.

Deshalb ist Kramer auch verwundert, wie die jüngste Niederlage in den Medien aufgenommen wurde: "Es geht mittlerweile ein bisschen unter, dass wir eine extrem schwierige Situation gemeistert haben." Schließlich stand die Borussia nach der Hinrunde noch auf Platz 14 in der Liga. "Nach dem 1:2 von Hamburg hieß es jetzt überall, dass wir beim Sprung auf Platz 6 gepatzt haben. Da frage ich mich dann schon, ob die Leute noch unsere Ausgangslage vom Dezember auf dem Schirm haben", erinnerte Kramer.

Mit einem Weiterkommen im internationalen Geschäft stünde Gladbach auch weiterhin in allen drei Wettbewerben gut da: "Wir greifen überall an. Der DFB-Pokal bietet dabei eine große Chance, weil nur ein Sieg bis Berlin fehlt." Gegen Schalke reicht hingegen schon ein torloses Unentschieden.

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