14.01.2011 23:30 Uhr

Brillante Borussia: BVB gewinnt 3:1 in Leverkusen

Leverkusen (dpa) - Gut, besser, Borussia: Borussia Dortmund hat den ersten Angriff auf seine Alleinherrschaft in der Fußball-Bundesliga brillant abgewehrt und die hervorragende Ausgangslage im Titelrennen gleich zum Rückrundenauftakt nochmals verbessert.

Die Jung-Nationalspieler Kevin Großkreutz (49./53. Minute) und Mario Götze (55.) bescherten der Borussia mit ihren Toren einen eindrucksvollen 3:1 (0:0)-Sieg bei dem zuvor hoch gehandelten Verfolger Bayer 04 Leverkusen. Für die Hausherren konnte Stefan Kießling (80.) vor 30 210 Zuschauern nur noch verkürzen.

Der souveräne Tabellenführer Dortmund baute seinen Vorsprung auf Leverkusen auf 13 Punkte aus. Für den BVB war es der neunte Auswärtssieg im zehnten Spiel in dieser Saison und der ersehnte Traumstart in die zweite Halbserie.

Im Duell der Herbstmeister 2009 und 2010 konnte Leverkusen nur eine Halbzeit mithalten. Innerhalb von sechs Minuten entschieden die Dortmunder nach dem Seitenwechsel die Partie und revanchierten sich gleichzeitig für die 0:2-Heimniederlage zum Saisonauftakt im August. Seither haben die Dortmunder nur noch bei Eintracht Frankfurt verloren und steuern schnurstracks auf den siebten Meistertitel zu.

Die erneut heimschwachen Leverkusener bei denen Rekonvaleszent Michael Ballack nur auf der Bank saß, müssen nach diesem Fehlstart wieder ihre Kräfte sammeln - und vor allem ihre haarsträubenden Abwehrfehler abstellen, die es den Dortmundern sehr leicht machten.

«Dortmund hat die Qualität, Meister zu werden. Und mit einem Sieg hier auch das nötige Selbstvertrauen», hatte Joachim Löw schon nach der torlosen Halbzeit prognostiziert. Diese Demonstration der Stärke hatte aber wohl auch der Bundestrainer nicht erwartet. Ähnlich wie sein Gegenüber Jupp Heynckes im Fall Ballack verzichtete auch BVB- Coach Jürgen Klopp in der Startelf auf einen prominenten Profi: Statt Lucas Barrios stand Roman Lewandowski in der Startelf.

Das Spitzenspiel, das in 140 Länder übertragen wurde, erfüllte die hohen Erwartungen. Bereits in der 3. Minute traf BVB- Mittelfeldspieler Sven Bender mit einem Kopfball die Latte. Nur acht Minuten später klärte BVB-Manndecker Mats Hummels in höchster Not gegen Bayer-Angreifer Kießling.

Nach furiosem Beginn ließen es beide Teams in der Folgezeit etwas ruhiger angehen. In einer über weiter Strecken ausgeglichenen Partie entpuppten sich die Gäste vor den Augen von Löw jedoch als die etwas aktivere Mannschaft. Das schlug sich in einem Chancenplus nieder: So scheiterte Lewandowski (23.) aus guter Position an Bayer-Keeper Rene Adler. Zudem verfehlte der Pole mit einem abgefälschten Fernschuss (31.) nur knapp das gegnerische Tor. Die Gastgeber taten sich beim Herausspielen von Möglichkeiten schwerer: Nur Kießling (40.) deutete bei einem Kopfball auf das Außennetz Torgefahr an.

Die zweite Hälfte begann furios. Großkreutz nutzte Stellungsfehler von Manuel Friedrich und Daniel Schwaab eiskalt aus und schoss die Gäste in Führung. Das Bayer-Desaster in der Defensive ging weiter und wurde erneut von Großkreutz und Götze mit weiteren leichten Toren gnadenlos bestraft. Die Verunsicherung der Hausherren war spürbar. Adler ließ sich anstecken und schlug unbedrängt über den Ball - die Konsequenz fiel mit einem Eckball glimpflich aus. Ein wenig Hoffnung kann die Konkurrenz aus Dortmunder Sorglosigkeiten schöpfen. Trotz Kießlings Gegentor ließen es die Westfalen in der Schlussphase recht lässig angehen - wurden dafür aber nicht mehr bestraft.

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