14.04.2024 10:41 Uhr

Altach und WSG sagen Abstiegskampf adé

Altach bejubelt einen Derby-Sieg und acht Punkte Guthaben
Altach bejubelt einen Derby-Sieg und acht Punkte Guthaben

Das Rennen um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga läuft auf ein Duell zwischen Blau-Weiß Linz (12 Punkte) und Austria Lustenau (7) hinaus. SCR Altach mit einem 1:0-Auswärtssieg im Derby gegen das Schlusslicht und die WSG Tirol mit einem 2:1-Heimerfolg über die Linzer haben sich am Samstag in der Qualifikationsgruppe sechs Runden vor Schluss ein Guthaben von acht Punkten erspielt und vorerst aus dem Abstiegskampf verabschiedet.

Lustenau wollte mit einem Erfolg im Vorarlberger Prestigeduell den Anschluss schaffen und den Kampf gegen den Abstieg zu einem Mehrkampf machen. Stattdessen setzte es für die Elf von Andreas Heraf einen heftigen Rückschlag. "Fakt ist, Altach ist weg, die WSG ist weg. Wir haben noch einen Gegner, das ist Blau-Weiß Linz. Die sind noch in Schlagdistanz, wir spielen noch einmal gegen sie. Das müssen wir gewinnen und in den anderen fünf Spielen die Punkte holen. Es ist also rechnerisch noch leicht möglich", schätzte der Lustenau-Coach im Sky-Interview die Lage ein.

Obwohl schon ziemlich unter Erfolgsdruck, ging Lustenau extrem vorsichtig zu Werke. Bis zur 80. Minute war zumindest ein Punkt auf dem Konto, ehe der drei Minuten davor eingewechselte Sofian Bahloul die Altacher erlöste. "Wir werden uns langsam etwas überlegen müssen, wie wir es anlegen, um diese Dreier zu holen, die wir brauchen", erklärte Heraf, war aber auch verärgert, weil er vor dem Treffer ein Foul an seinem Spieler Ben Bobzien gesehen hat. Der Tabellenletzte hat damit weiter fünf Zähler Rückstand auf den Vorletzten, der in der vorletzten Runde am 11. Mai noch im Ländle gastiert.

Beim Lokalrivalen herrschte dagegen "eine Riesenerleichterung". Für Trainer Joachim Standfest war es keine Überraschung, dass das Derby kein Fußball-Leckerbissen war. "Lustenau lässt es nicht zu, ein anderes Fußballspiel aufzuziehen und du immer in Gefahr läufst, dass es zu einem Konter kommt", erklärte er und war voll des Lobes für sein Team: "Der Sieg war absolut verdient. Es war eine extrem reife Leistung. Wir haben die Geduld nicht verloren." Betreffend Tabellensituation blieb Standfest aber zurückhaltend. "Vom Klassenerhalt sind wir noch weit weg. Wir sehen jede Woche, wie schnell das geht", sagte er.

Jubelstimmung gab es auch im Innsbrucker Tivoli Stadion Tirol. Mit sieben Punkten aus den jüngsten drei Spielen ist die WSG im "unteren Play-off" das Team der Stunde. "Perfekte Tage haben wir jetzt schon länger, die letzten waren sehr zufriedenstellende Wochen für uns", betonte Trainer Thomas Silberberger. Alles deutet darauf hin, dass er sich mit dem Klassenerhalt als Langzeittrainer im Sommer verabschiedet. Zu früh freuen will sich aber noch niemand. "Lustenau kann genauso einen Lauf kriegen wie wir. Wir dürfen keinen Meter sparen, müssen voll auf Spannung bleiben und weitermachen", forderte Offensivspieler Matthäus Taferner.

Das weiß auch Silberberger, der auch gleich die Marschroute für die beiden Spiele gegen die Wiener Austria vorgab. "Jetzt heißt es im Austria-Wien-Doppel zumindest gleich viele Punkte machen wie Lustenau im WAC-Doppel." Das ist auch das Ziel von BW Linz, das zweimal gegen Altach ran muss. Coach Gerald Scheiblehner hoffte darauf, dass sein Team gegen die Vorarlberger das Samstag-Gesicht der zweiten Hälfte zeigen wird. Zuvor sei man lethargisch aufgetreten, habe sich viel zu wenig zugetraut und in Ballbesitz katastrophal gespielt.

Immerhin gelang den Linzern durch Kristijan Dobras wieder einmal ein Treffer, es war erst der zweite in den jüngsten sieben Partien. "Bei uns zieht es sich durch die ganze Rückrunde, dass wir ungefährlicher sind als im Herbst. Wenn du vorne keine Chancen kreierst, kannst du nicht gewinnen", sagte Dobras. Zum zwölften Mal in Folge gab es für sein Team keinen Sieg, der letzte liegt mit einem 2:0 gegen den LASK am 12. November 2023 lange zurück. "Wir werden kämpfen bis zum Ende, dann wird abgerechnet und dann wird BW Linz weiter in der Bundesliga sein", blickte Scheiblehner optimistisch nach vorne.

apa

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