24.01.2020 16:46 Uhr

BVB als nächstes Opfer? "Maschine" Córdoba verzückt Köln

Jhon Córdoba will mit dem 1. FC Köln auch den BVB überraschen
Jhon Córdoba will mit dem 1. FC Köln auch den BVB überraschen

Der Aufwärtstrend beim 1. FC Köln ist untrennbar mit dem Namen Jhon Córdoba verbunden. Mit reichlich Verspätung hat der kolumbianische Angreifer seinen Durchbruch in der Bundesliga geschafft. Wird der BVB im Freitagsspiel der Bundesliga (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) sein nächstes Opfer?

Mit Blick auf seinen neuen kongenialen Partner beim 1. FC Köln geriet Mark Uth förmlich ins Schwärmen.

"Es ist schon beeindruckend, muss ich ganz ehrlich sagen. Das habe ich so auch noch nicht gesehen", sagte der Rückkehrer über Jhon Córdoba: "Man kann jeden langen Ball auf Jhon spielen - und der macht den dann schon irgendwie fest."

Beim jüngsten 3:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg überzeugte Córdoba nicht nur als Zweikämpfer und Ballverteiler in der Sturmspitze, er traf auch zweimal. Der Heimsieg gegen den VfL war der vierte nacheinander, eine solche Serie hat der Effzeh zuletzt im Winter 2000 hingelegt.

Mit nun 20 Punkten hat sich Köln zwar längst noch nicht aller Sorgen entledigt, im Abstiegskampf spricht die Form derzeit aber klar für die Domstädter - auch dank Córdoba.

Jhon Córdoba die Nummer eins im Sturm des 1. FC Köln

Mit unbändiger Kraft und vorbildlichem Einsatz belebt der bullige Angreifer das Offensivspiel seines Teams. Nach der Gala gegen Wolfsburg sprach Trainer Markus Gisdol ein Sonderlob aus: "Er hat heute berauschend gespielt. Ich weiß auch nicht, was mit ihm passiert ist. Er war schon immer eine richtige Maschine, aber jetzt ist er noch robuster."

Tatsächlich ist Córdobas Entwicklung erstaunlich. Als er 2017 von Mainz nach Köln kam, wirkte er gehemmt und überfordert - von den Erwartungen und der immens hohen Ablöse von rund 17 Millionen Euro. Nichts wollte gelingen, bei den Anhängern hatte der Südamerikaner lange einen schweren Stand, galt schnell als Flop.

Heute ist Córdoba unumstrittener Stürmer Nummer eins - vor prominenten Kollegen wie Simon Terodde und Anthony Modeste. In den vergangenen fünf Heimspielen hat der frühere Juniorennationalspieler Kolumbiens sechs Mal getroffen. In Dortmund soll nun auch auswärts endlich der Knoten platzen.

"Wahnsinn", "brutale Qualität"

Fraglos wird Córdoba in den nächsten Wochen bei den kniffligen Partien beim BVB, gegen den SC Freiburg, im Derby bei Borussia Mönchengladbach und gegen den FC Bayern eine entscheidende Rolle zukommen.

Mit seinem extrem körperbetonten Spiel reißt er zuverlässig Löcher in die gegnerischen Abwehrreihen. Oftmals sind zwei, drei Verteidiger damit beschäftigt, den Sturmtank vom Ball zu trennen.

"Wenn man ihn eins gegen eins verteidigt, ist das fast unmöglich. Es ist Wahnsinn, was er für eine Wucht hat", staunte Keeper Timo Horn unlängst über Córdoba. Dieser habe einfach eine "brutale Qualität".

1. FC Köln lehnt Angebot für Jhon Córdoba ab

Kaum verwunderlich, dass ebenjene auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben ist. Nach "Express"-Informationen soll ein ausländischer Top-Klub kürzlich angefragt haben, ob Córdoba, dessen Vertrag 2021 ausläuft, im Januar verfügbar ist. Kölns Geschäftsführer Horst Heldt erstickte die Gerüchte jedoch im Keim: "Wir wollen Jhon nicht abgeben, der Spieler will nicht weg." Ein Transfer sei derzeit "kein Thema".

Im Gegenteil: Köln würde lieber heute als morgen mit dem Goalgetter verlängern. "Ich bin in Gesprächen mit seinen Beratern, treiben lassen wir uns aber nicht", erklärte Heldt. Wohl wissend, dass die Urgewalt des Stürmers im knochenharten Klassenkampf ein großer Trumpf ist.

Als nächstes soll die zuletzt wenig sattelfeste BVB-Defensive Córdobas Power zu spüren bekommen. Mats Hummels und seine Nebenleute müssen sich auf Schwerstarbeit gegen die "Maschine" einstellen.

Heiko Lütkehus

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