28.08.2023 12:04 Uhr

Verbandchefin verurteilt Kuss-Skandal von Luis Rubiales

Klaveness begrüßt die vorläufige Suspendierung von Rubiales
Klaveness begrüßt die vorläufige Suspendierung von Rubiales

Die norwegische Verbandschefin Lise Klaveness hat den Kuss-Skandal von Luis Rubiales bei der WM-Siegerehrung auf das Schärfste verurteilt.

"Ein Jahrhundert der Frauenfeindlichkeit überschattet wieder einmal die Freude am Spiel, den Stolz der Nationalmannschaft und die bemerkenswerten Leistungen auf dem Spielfeld", schrieb die 42-Jährige in einer in norwegischen Medien veröffentlichten Stellungnahme: "Anstatt sich über die Erfolge des Frauenfußballs zu freuen, wird eine altbekannte Geschichte erzählt: die Notwendigkeit, die Spielerinnen und den Sport selbst zu verteidigen."

Die Bedeutung des Falles gehe dabei "über den eigentlichen Vorfall hinaus", führte sie aus: "Er wirft ein Schlaglicht auf die schädliche Handhabung, die den Ruf des Sports befleckt und systemische Probleme aufdeckt. Das Schüren geschlechtsspezifischer Animositäten hat in der europäischen Fußballführung 2023 keinen Platz."

Deshalb begrüße sie auch die vorläufige Suspendierung von Rubiales, der die spanische Nationalspielerin Jennifer Hermoso bei der Siegerehrung nach dem WM-Finale gegen England (1:0) unvermittelt auf den Mund geküsst hatte, durch den Weltverband FIFA.

Sie hoffe, dass der spanische Verbandsboss "die Kraft findet, sich aufrichtig zu entschuldigen. Fehler sind menschlich, Vergebung zu suchen, ist menschlich". Es erfordere nun "zum Schutz der Würde des Fußballs Maßnahmen". Der Vorfall solle "ein Katalysator für positive Veränderungen sein. Ich glaube, dass die Energie, die von dieser Bewegung ausgeht, junge Mädchen und Frauen im Fußball und im Sportmanagement inspirieren wird." Sie spüre "vielversprechende Entschlossenheit", so Klaveness.

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