26.05.2013 19:00 Uhr

Sturm kämpft um Europacup, Wr. Neustadt um Klassenerhalt

Im Heimduell mit dem SC Wiener Neustadt will Sturm Graz am Sonntag (16.00 Uhr) in der 36. und letzten Bundesliga-Runde Platz vier und damit das Europacup-Ticket perfekt machen. Zwar liegen die Steirer einen bzw. zwei Punkte vor dem WAC und Ried, sind nach nur einem Sieg in den jüngsten neun Partien aber in eine Negativspirale geraten. Ganz anders Wr. Neustadt, dass im hochdramatischen Abstiegskampf einen Zähler Vorsprung auf Schlusslicht Admira Wacker aufweist, und sein Schicksal somit ebenfalls in der eigenen Hand hält.


Die Gäste kommen nach dem 2:0-Sieg gegen den WAC mit großem Elan in die Steiermark und haben die große Chance, eine schwierige Saison zu einem glücklichen Ende zu bringen. Die im Sommer fast völlig ausgewechselte Mannschaft war unter Bundesliga-Trainerneuling Heimo Pfeifenberger von vielen zum Fixabsteiger gestempelt worden. "Wir haben gegen den WAC und mit der Leistung davor gegen die Austria richtig Kraft tanken können und nehmen viel Selbstvertrauen mit nach Graz", sagte Pfeifenberger. Sport-Manager Günter Kreissl präzisierte: "Wir wollen gewinnen, lassen gar keine anderen Gedanken zu."


Die aktuelle Lage bei Sturm habe man sehr wohl registriert. "Sie stehen genauso wie wir unter Druck, allerdings läuft es bei uns zurzeit etwas runder als bei Sturm", meinte Pfeifenberger. "Deshalb bin ich mir sicher, dass wir auch dort eine gute Chance haben werden zu punkten." Der Salzburger muss nach den Langzeitverletzten Arvedin Terzić und Matthias Maak in Graz auch auf Manuel Wallner (gesperrt) und Thomas Piermayr (Beckenverletzung) verzichten.


In Graz könnte die Stimmungslage in der Tat besser sein. Die 1:2-Niederlage bei Abstiegskandidat Wacker Innsbruck war die vierte Niederlage im fünften Spiel der Amstzeit von Markus Schopp, der als Hyballa-Nachfolger jener Mann sein sollte, "der in den letzten sechs Runden ein Feuer entfachen kann" (General-Manager Gerhard Goldbrich). Zudem ist man mit 13 Punkten das schlechteste Frühjahrsteam - und hat doch noch die Chance, aus eigener Kraft nach einem Jahr Pause wieder auf die internationale Bühne zurückzukehren.


"Alle wissen, worum es geht", betonte Schopp, der neuerlich viele Ausfälle kompensieren muss. Zu den gesperrten Michael Madl und Nikola Vujadinović kommen weitere acht verletzungsbedingte Absenzen. "Wir haben Personalnot, aber das bin ich schon gewohnt", sagte Schopp, der sich dennoch optimistisch gab. "Wichtig ist, dass wir Platz vier aus eigener Kraft erreichen können. Wir wollen drei Punkte und werden sie auch machen."


Zuversicht gebe ihm – trotz Niederlage - auch der jüngste Auftritt seines Teams in Innsbruck. "Im Gegensatz zu vielen anderen haben ich Verbesserungen erkannt", sagte Schopp, kritisierte aber die "vielen Ballverluste. Deswegen fordere ich noch mehr Disziplin ein." Verteidiger Ferdinand Feldhofer appellierte nicht nur an die eigene Mannschaft, sondern auch den Anhang, der beim jüngsten Heimspiel in der ersten Hälfte seine Unterstützung versagt hatte: "Ich hoffe, dass die Fans diesmal anders reagieren. Das ist ein Endspiel, da wäre es toll, wenn sie hinter uns stehen würden."


Zur eigenen Zukunft wollte sich Schopp noch nicht äußern. "Das wird erst nach dem Sonntag besprochen. Ob ich bleibe oder nicht, hängt nicht davon ab, ob wir uns für den Europacup qualifizieren. Und es müssen auch von meiner Seite aus einige Dinge erfüllt werden", erklärte der ehemalige ÖFB-Teamspieler.

apa

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