Mexiko .:. Steckbrief

Mannschaft: Mexiko
Verband: CONCACAF CONCACAF
gegründet: 01.01.1927
Farben: grün-weiß-rot
Mitgliederzahl: 7.431.725
Stadion: Azteca
114.465 Plätze
Anschrift: Federación Mexicana de Fútbol Associación
A. C. Abraham Gonzalez 74
Col. Juárez
C.P. 06600 Mexico, D.F.
Telefon: 00 52 / 566 21 55
Telefax: 00 52 / 566 75 80
Homepage: www.femexfut.org.mx

Mexiko .:. Erfolge

1 x Confed. Cup Sieger
1999 
6 x Gold Cup Sieger
1993  1996  1998  2003  2009  2011 

Mexiko .:. Portrait

Mexikos Fußballbund (Federacion Mexicana de Fútbol Asociacón) wurde 1927 gegründet, die erste nationale Liga wurde aber bereits 1903 ins Leben gerufen. Diese Nationalliga gilt damit als die älteste Liga der westlichen Hemisphäre. Erstmals international präsentierte sich die mexikanische Nationalmannschaft 1928 bei den olympischen Spielen, wo man jedoch früh aus dem Turnier ausschied.

Die früh gegründete Nationalliga trieb die fußballerische Entwicklung in Mexiko enorm an, so dass der Fußball schnell im Fokus der Öffentlichkeit stand. Die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Vorteile setzte man geschickt ein. Schon Mitte der 20er Jahre herrschte in Mexiko Fußball unter Profibedingungen. Dies und die Gründung der FMFA trugen dazu bei, dass der mexikanische Fußball zu einem der international qualitativ Hochwertigsten wurde. Dies blieb auch dem Ausland nicht verborgen. In den 40er Jahren kam es zu einem regelrechten „run“ ausländischer Spieler auf die mexikanische Liga.

Trotz des großen Erfolges der Liga hatte die Nationalmannschaft ein Problem. Als unangefochtenes Aushängeschild Nord- und Zentralamerikas war Mexiko umgeben von Fußballzwergen wie Honduras oder Guatemala. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Mexiko an jeder WM-Qualifikation, außer 1938 als man sich vom Turnier zurückzog und 1970 und 1986 als man als Gastgeber schon qualifiziert war, teilnahm. Und dies mit großem Erfolg. Von zwölf Qualis schaffte man es zehn Mal in die WM-Endrunde einzuziehen.

Diese Dominanz war jedoch auch Mexikos Schicksal. Weil sie in der Qualifikation eigentlich keinen ernstzunehmenden Gegner hatten, blieb auch der Trainingseffekt gegen hochklassige Mannschaften aus. Das Resultat war eindeutig: Die Endrundenteilnahmen waren mehr als enttäuschend. Bis zur Weltmeisterschaft 1958 kassierte man eine Niederlage nach der anderen, bis man im Gruppenspiel gegen Wales durch ein 1:1 den ersten Punkt holte. Bis zum ersten Sieg, ein 3:1 gegen die Tschechoslowakei, musste man noch weitere vier Jahre warten. Nichts desto trotz schied man wiederum nach der Vorrunde aus.

Um die fußballerische Insellage zu verlassen, bemühte sich der mexikanische Fußballverband jahrelang aus dem CONCACAF (Nord- und Zentralamerikanischer Fußballverband) auszutreten und in den CONMEBOL (Südamerikanischer Fußballverband) einzutreten, um gegen Gegner wie Argentinien oder Brasilien zu spielen und den Trainingseffekt zu steigern. Dies gelang jedoch nie.

Mitte des 20. Jh. begannen auch andere Nationen in Nord- und Zentralamerika, den Fußball professionell zu betreiben. Allen voran die USA, Costa Rica und El Salvador. Damit war die haushohe Überlegenheit Mexikos vorbei und der gewünschte Trainingseffekt setzte ein. Bei der Weltmeisterschaft 1966 konnte man die positiven Auswirkungen auf die Nationalmannschaft deutlich spüren. Zwar schied man abermals nach der Vorrunde aus, spielerisch gehörte man jedoch zu den Besten der WM.

Die Weltmeisterschaft 1970 gab gleich mehrere Gründe zur Freude. Nicht nur, dass Mexiko als erstes Land in Nord- und Zentralamerika eine WM ausrichten durfte, es war auch noch ein voller Erfolg. Bis heute gilt die WM 1970 als eine der Schönsten und ist bei vielen Menschen positiv in Erinnerung geblieben. Auch sportlich gab es Positives zu berichten: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte erreichte die Nationalmannschaft das Viertelfinale, welches man mit 1:4 gegen Italien verlor.

Dieser Erfolg ließ sich im Jahre 1986 wiederholen. Als erstes Land überhaupt durfte Mexiko zum zweiten Mal eine Weltmeisterschaft ausrichten. Auch dieses Mal erreichte man das Viertelfinale und zwang Deutschland sogar ins Elfmeterschießen. Dort verlor man jedoch mit 1:4.

Nachdem Mexiko 1990 aufgrund von Manipulationen an den eigenen Spielerdaten von der FIFA gesperrt wurde, erreichte man bei den folgenden Weltmeisterschaften jeweils das Achtelfinale. Besonders bei den Endturnieren ´98 und ´02 begeisterte Mexiko phasenweise durch technisch schönen und offensiv vorgetragenen Fußball. Der Gewinn des Confederations Cup 1999 und des CONCACAF Gold Cup 2003, bei dem man sogar Brasilien zweimal mit 1:0 schlug, lässt Mexiko auch in Zukunft eine Chance als Außenseiter offen.

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