10.08.2017 09:07 Uhr

Rüdiger: "Muss mich erst mal unterordnen"

Schlägt vor seiner ersten Saison beim FC Chelsea leise Töne an: Antonio Rüdiger
Schlägt vor seiner ersten Saison beim FC Chelsea leise Töne an: Antonio Rüdiger

Nationalspieler Antonio Rüdiger geht seine neue Aufgabe beim FC Chelsea mit viel Respekt an. "Jetzt muss ich mir hier erst mal mein Standing erarbeiten. Die Jungs sind Meister geworden, also muss ich mich erst mal unterordnen", sagte der 24 Jahre alte Abwehrspieler im "kicker"-Interview.

Rüdiger war im Sommer vom AS Rom zum ehemaligen Champions-League-Sieger gewechselt. "Ich bin erst knapp zwei Wochen da, alles braucht seine Zeit. Es liegt an mir, wie ich mich im Training präsentiere", sagte Rüdiger, für den es durchaus ein Vorteil ist, dass er in London auf einen italienischen Trainer trifft. "Ich habe viel gelernt bei der Roma, gerade taktisch. Ich habe dort auch schon in einer Dreierkette gespielt. All das kommt mir hoffentlich zugute", so Rüdiger.

Für die anstehende Champions-League-Saison will der Innenverteidiger nicht zu viel versprechen, sagt lediglich: "Die Gruppe wollen wir überstehen, danach muss man weitersehen."

Dass Rüdiger in Italien immer wieder mit rassistischen Anfeindungen konfrontiert wurde und das Thema mehrfach öffentlich angesprochen hat, war für ihn ein notwendiges Übel: "Zunächst möchte ich klarstellen, dass ich zwei wunderbare Jahre in Italien hatte. Durch das ständige Wiederholen des Themas haben einige einen falschen Eindruck bekommen. Viele meiner besten Freunde sind Italiener. Die zwei Jahre werden mir unter dem Strich definitiv positiv in Erinnerung bleiben", erklärte der deutsche Nationalspieler. 

"Klar möchte man daher den einzelnen Leuten keine Plattform geben, aber man muss darüber reden, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Das habe ich getan, mehr liegt nicht in meiner Hand", so Rüdiger.

 

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