16.03.2017 10:47 Uhr

Presse: "Guardiola macht alles falsch"

City-Coach Pep Guardiola erlebte eine krachende Niederlage
City-Coach Pep Guardiola erlebte eine krachende Niederlage

Für die englischen Medien ist Citys Ausscheiden aus der Champions League vor allem ein persönliches Scheitern von Pep Guardiola. In Spanien wird Atlético-Keeper Jan Oblak nach seiner starken Leistung gegen Bayer Leverkusen dagegen heilig gesprochen. Die Pressestimmen zu den Achtelfinalspielen der Königsklasse vom Mittwoch.

AS Monaco - Manchester City 3:1

Daily Mail: "Erbärmliches City wirft es weg: Monaco profitiert von Manchesters Nicht-Anwesenheit in der ersten Hälfte und einem späten Fehler und wirft Guardiola aus der Champions League. Sie mussten nur 19 Minuten lang kein Gegentor fangen. Sie haben nicht mal sechs Minuten lang dicht gehalten. Was folgen muss, ist leicht erklärt: Pep Guardiola muss die Defensivprobleme lösen oder dieses Projekt ist zum Scheitern verurteilt."

Guardian: "Guardiola wird gegrillt werden, nachdem seine Ansammlung von Stars aus der Champions League schlafwandelt. Alles, wovor Manchester City vor dem Spiel Angst hatte, ist wahr geworden. Ein ernüchternder Abend, die Hoffnung flammte nur kurz auf. Die Niederlage zeigte deutlich das Ergebnis einer Prüfung, welchen Fortschritt das Team unter Guardiola in dieser Saison gemacht hat - falls es überhaupt einen gemacht hat."

The Times: "Citys reiche Kinder verlassen Monaco übel zugerichtet in Lumpen. Die reichen, hochmütigen Pfaue der Premier League waren einmal mehr peinlich. Ihr Gefieder wurde zerrupft und sie wurden in den Hintern getreten."

The Sun: "Pep schreit! Guardiolas Team scheitert aufgrund der Auswärtstore nach einem erneuten Defensivkollaps. Das späte Tor von Leroy Sané reicht nicht - Kylin Mbappé, Fabinho und Tiemoué Bakayoko werfen City aus Europa."

Mirror: "Guardiola macht alles falsch, die Defensive fehlt unentschuldigt und Agüeros vergebene Chancen werden teuer für Manchester City. Leroy Sanés spätes Tor gibt City Hoffnung, aber Tiemoué Bakayoko schlägt am Ende dramatisch zurück."

Manchester Evening News: "Pep Guardiola warnte Man City - aber seine schlimmsten Ängste wurden in Monaco wahr. Der Manager von Manchester City sagte ausführlich, was sein Team in Monaco nicht tun darf und sie gingen auf den Platz, um genau das zu tun."

Frankreich

L'Equipe: "Wie Fürsten! Nach einem verrückten Hinspiel dominiert Monaco gegen Manchester City zuhause. Es gibt also einen französischen Verein im Viertelfinale der Champions League - und es ist nicht PSG. Nein, es ist Monaco. Und wenn man sich die Offensivkraft dieser Mannschaft anschaut, ist das absolut verdient."

Le Parisien: "Was für eine Heldentat! Monaco steht auf Kosten von Manchester City im Viertelfinale. Nach der Niederlage in einem verrückten Hinspiel machten die Monegassen die Aufholjagd möglich und standen schon zur Halbzeit virtuell im Viertelfinale."

Le Monde: "Vor einer Woche hätte man es nicht gedacht, aber es gibt eine französische Mannschaft im Viertelfinale. Monacos Leistung steht sicher nicht auf einer Stufe mit dem, was Barcelona gegen PSG geschafft hat - aber es ist real. Manchester City ist vom Blitzschlag der goldenen Monaco-Youngster getroffen worden. Diese haben eine große Zukunft vor sich und sind weiter im Rennen um das Quadruple."

20 Minutes: "Monaco ist magisch! Eine Aufholjagd gegen City - und jetzt das Viertelfinale. Sie hatten es alle angekündigt: Guardiola, Jardim, die Fans. Dieses Rückspiel sollte eine große Sache werden. Es dauerte nicht lange, um das zu bestätigen. Jardim hat gezeigt, dass er ein großer Taktiker ist. Das Urteil: Sieg durch K.o. über Guardiola."

Le Figaro: "City-Bezwinger! Diese Monegassen sind unaufhaltsam. Bis wohin führt ihr Weg? Die berauschend spielende Mannschaft von Leonardo Jardim steht sicher nicht unverdient unter den besten Acht Europas. Ganz im Gegenteil."

Spanien

AS: "Bakayokos Tor schickt Guardiolas City nach Hause. Jardims Mannschaft krönte seine erstaunliche erste Halbzeit mit Toren von Mbappé und Fabinho, versank nach der Pause und wurde durch einen Kopfball von Bakayoko wieder zum Leben erweckt."

Marca: "Monaco begräbt den Rekord von Guardiola. Was für ein Knockout! Das Skript schien schon im Hinspiel geschrieben, aber der Alptraum verwandelte sich in Freude."

Sport: "Guardiola erlebt seine schlechteste Champions-League-Saison. Das Fürstentum präsentiert in der ersten Halbzeit den Topteams Europas seine Kandidatur und überschwemmt die Mannschaft Guardiolas."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Peps Flop ist perfekt: Raus! Monaco gerät über City ins Rampenlicht und gewinnt 3:1."

Atlético Madrid - Bayer Leverkusen 0:0

Deutschland: 

Bild: "Leverkusen rasiert sich raus – Dabei wäre mehr drin gewesen. Zum Beispiel für Stürmer Chicharito, der wegen einer verlorenen Super-Bowl-Wette mit einem mexikanischen TV-Kommentator mit frisch rasierter Glatze spielt. Unfassbar die Vierfach-Chance, die er zusammen mit Brandt und zweimal Volland verballert."

FAZ: "Leverkusen nutzt die großen Chancen nicht – Die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut leistete dem Favoriten hinhaltend Widerstand und kam auch selbst zu einigen guten Gelegenheiten. Für einen Trostpreis in Form eines Sieges langte es aber nicht."

Express: "Express: "Bayer Leverkusen verpasst das Wunder von Madrid – Der Fußball-Tempel Estadio Vicente Calderón bebt vor Lust. Es ist 22.35 Uhr und die Spieler von Atlético werfen die Arme in den Madrider Abendhimmel. Nach dem 4:2-Hinspielerfolg reichte ihnen ein 0:0, um souverän ins Viertelfinale der Königsklasse einzuziehen. Und Leverkusen? Schaffte das Fußball-Wunder nicht. Verkaufte sich aber achtbar. Ließ sich nicht wie befürchtet auf die Schlachtbank führen." 

kicker: "Leverkusen muss die Segel streichen – In der 68. Minute schlugen indes die Bayer-Fans die Hände vor den Köpfen zusammen, als Leverkusen eine Vierfachchance (dreimal parierte Oblak) nicht zur Führung nutzte - die kurioseste Szene des Spiels. Danach war die Luft ein wenig raus im Calderón."

Spanien

Marca: "Was man zuvor annehmen konnte, ist nun Gewissheit: Cholos Mannschaft beginnt eine Tradition und ist unter den besten Acht. Zum vierten Mal in Folge - das ist kein Zufall. Auch, weil Altético auf Oblak in seinen Reihen zählen kann. Der Slowene trug dazu bei, dass die Rojiblancos in der Schlussphase nicht ins Schwitzen kamen und baute eine Mauer vor Leverkusen auf. Er war die Aspirin, die so unnötige wie unerwartete Kopfschmerzen bekämpft."

As: "Oblak hält das Viertelfinale fest. Der Torhüter bremste Leverkusen mit sensationellen Paraden. Nach dieser Nacht müsste man das J austauschen: Aus Jan Oblak wird San Oblak. Auch sein Gegenüber Leno hielt seine Mannschaft im Spiel und verhinderte die Tore von Correa und Koke. Das Hinspiel-Ergebnis war ausschlaggebend."

Mundo Deportivo: "Das Wunder von Oblak sorgt für den Viertelfinaleinzug. Zum vierten Mal infolge steht Atlético Madrid unter den letzten Acht. Ein Umstand, der einmalig in der Vereinsgeschichte ist, verkommt so fast zur Routine. Und nicht zu vergessen: Zweimal erreichte man das Finale. Ja, wirklich das Finale der Champions League."

England

Daily Mail: "Die Torhüter waren die überragenden Akteure. Sowohl Oblak als auch Leno zeigten herausragende Paraden beim Unentschieden, das Simeones Mannschaft ins Viertelfinale schickt. Atlético unter Simeone zieht zum vierten Mal infolge ins Viertelfinale ein."

Mirror: "In der Liga haben sie Probleme, aber Atlético Madrid hat bewiesen, dass es immer noch ein Meister der europäischen Kräftemessen ist. Eigentlich hatten sie ihren Job schon vor drei Wochen in Deutschland mit einem 4:2-Sieg erledigt. Das zweite Spiel war eine engere Angelegenheit und die Sieger hatten Torhüter Jan Oblak zu danken, der das Unentschieden fest hielt."

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