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Sechs Platzverweise waren in Uruguay nötig, bis CA Peñarol als Meister feststand. In Tschechien jubelt die Viktoria, in Bosnien feiert Borac Banja Luka. Montenegro könnte bald einen Doublegewinner ehren und Lettland staunt über den FK Jelgava.
Sieben Jahre nach dem letzten Titelgewinn steht der CA Peñarol wieder auf dem fußballerischen Olymp Uruguays. In zwei äußerst knappen Finalspielen setzten sich die "Aurinegros" gegen Titelverteidiger Nacional Montevideo durch. Die Grundlage für den Triumph hatte das Team von Diego Aguirre beim 1:0-Auswärtssieg im Hinspiel gelegt.
Im Rückspiel ging Nacional zwar durch Daniel Lembo in Führung (35.), doch Matias Aguirregarays Ausgleichstreffer (68.) besiegelte den 48. Meistertitel des dreimaligen Weltpokalsiegers – daran änderten auch Platzverweise für Peñarols Gastón Ramírez (80.) und Nacionals erst neun Minuten vorher eingewechselten Sergio Blanco (85.) nichts mehr. Bereits im Hinspiel hatte es vier Rote Karten gegeben, dazu gab es in 180 Minuten Spielzeit 15 Mal Gelb.
99 Jahre ist Viktoria Pilsen alt, doch eine Vitrine für gesammelte Pokale war bislang nicht nötig. Vielleicht wäre eine solche aber ein mögliches Geschenk zum Hundertsten. Denn durch einen 2:1-Sieg gegen FK Jablonec gewann Viktoria am vergangenen Dienstag den tschechischen Pokal. In beinahe einem Jahrhundert zuvor hatte man nur einmal jubeln dürfen: 1971 durften die Pilsener schon einmal einen Pokalsieg bejubeln.
Der lettische Erstligist FK Jelgava darf den ersten Titel seiner Geschichte bejubeln – und das im wahrsten Sinne des Wortes verdient. Denn der 6:5-Erfolg im Elfmeterschießen gegen FK Jurmala beendete einen schier unglaublichen Kampf: Im Achtelfinale musste man gegen den FC Tranzits in die Verlängerung, siegte 2:1. Im Viertelfinale wurde der lettische Spitzenklub Liepajas Metalurgs eliminiert, 5:4 im Elfmeterschießen. Man ahnt geradezu, was den aktuellen Tabellenführer der Virsliga, Skonto Riga, daraufhin im Halbfinale erwartete: Das Aus gegen Jelgava, 3:4, natürlich im Elfmeterschießen.
Es war das Traumfinale schlechthin: Der Tabellenerste der bosnischen Premier Liga, Željezničar Sarajevo, trat im Pokalfinale gegen den direkten Verfolger Borac Banja Luka an – mit dem besseren Ende für Borac. Dabei sah nach dem 1:1 im Hinspiel in Banja Luka alles gut aus für den Hauptstadtklub. Wäre man nur zuhause ohne Gegentor geblieben! Das 2:2 im Rückspiel katapultierte Borac jedoch aufgrund des einen mehr geschossenen Auswärtstores auf den Thron. Željezničar bleibt nun nur noch eine Titelchance: Zwei Spieltage vor Ende der Saison liegt Sarajevo vier Punkte vor Borac.
Der FK Rudar Pljevlja steht vor dem ersten Doublegewinn seiner Vereinsgeschichte. Im montenegrinischen Pokalfinale setzte sich das Team von der serbischen Grenze mit 2:1 gegen Budućnost Podgorica durch. Und auch in der Liga sind die Aussichten glänzend: Zwei Spieltage vor Schluss hat Rudar sechs Zähler Vorsprung auf Finalgegner Podgorica und braucht damit nur noch einen Punkt aus den letzten beiden Spielen.
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Joachim Rothbauer |