Raus aus dem Rampenlicht: Viele altbekannte Gesichter spielen mittlerweile weitgehend unbeobachtet von der deutschen Presse bei Vereinen im Ausland. Heute geht es unter anderem um einen kleinen Ex-Königsblauen, der in Italien per Kopf zuschlug.              

picSeit letztem Sommer trägt Rafinha (l.) das rot-blaue Trikot Genoas

Dauerläufer, Kampfschwein, Querdenker - fünf Jahre lang spielte sich Rafinha mit seiner temperamentvollen und engagierten Spielweise in die Herzen der Schalker Fans. Allerdings zog der Rechtsverteidiger auch immer wieder mit offen geäußerten Wechselgedanken den Unmut der Öffentlichkeit auf sich. Im Sommer 2010 wurde seinem Wunsch schließlich nachgegeben und Rafinha wechselte in die Serie A zum Genoa CFC. Dort ist der offensivstarke Außenverteidiger zwar Stammspieler, hatte aber auch schon häufig mit negativer Presse zu kämpfen – weshalb er in den Medien auch schon mehrmals seinen Wunsch zurückzukehren verlauten ließ.

Am Sonntag jedenfalls lief es gut für den Brasilianer. Beim Heimspiel gegen Brescia Calcio brachte Rafinha seine Mannen mit dem 1:0-Führungstreffer auf die Siegerstraße. Für seine Körpergröße ungewöhnlich: per Kopf. Am Ende gewannen die Rot-Blauen mit 3:0, stehen aber dennoch weiterhin im grauen Mittelfeld der Serie A. Sollte er nicht wechseln, wird Rafinha das internationale Scheinwerferlicht in der nächsten Saison wohl nicht genießen können.

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Zwei Ex-Mainzer treffen

Ein halbes Jahr lang war Morten Rasmussen von Celtic Glasgow an den FSV Mainz 05 ausgeliehen. Vor allem der Einstand des Dänen konnte sich hierbei sehen lassen: In seinen ersten beiden Partien für die Rheinhessen markierte "Duncan"  jeweils einen Treffer und war somit einer der Garanten des überragenden Starts der Nullfünfer in die Saison 2010/11. Langfristig konnte er seinen Trainer Thomas Tuchel dagegen nicht von seinen Qualitäten überzeugen, stand er doch nach dem dritten Spieltag nie wieder in der Startelf und wurde in Winter nach Aalborg abgegeben.

Auch dort kam er nur zaghaft ins Rollen. Zwar wurde er sofort zum Stammspieler, musste allerdings fünf Spiele lang auf einen Torerfolg warten. Am Sonntag war es dann so weit: Beim Tabellendritten Brøndby IF siegte das Schlusslicht Aalborg mit 2:1, Torschütze zum 1:0 war Morten Rasmussen. Ob der Ex-Mainzer jedoch auch im Kampf um den Klassenerhalt ein entscheidender Faktor werden kann, bleibt weiterhin abzuwarten.

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Auch in Mexiko stach am Sonntag ein ehemaliger Rheinhesse: Félix Borja. Im Sommer 2007 heuerte der Ecuadorianer bei Mainz 05 an und schlug sofort ein. In zwei Zweitliga-Spielzeiten traf der Stürmer 22-mal für seinen Klub. Nach dem Aufstieg in die deutsche Eliteliga spielte Borja aber keine Rolle mehr bei den Mainzern, weshalb er vor der Saison 2010/11 aussortiert und nach Mexiko zum Puebla FC transferiert wurde. Dort legte er am Wochenende den Grundstein für den 2:0-Sieg über Cruz Azul, als er nach Vorarbeit von Gabriel Pereyra zur Führung einnetzen konnte. Mit Puebla steht Borja in der unteren Tabellenhälfte der mexikanischen Primera División.

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Beim Club gescheitert – in der Heimat top

Mit vielen Vorschusslorbeeren und hohen Erwartungen kam Leon Benko im Sommer 2006 zum Club nach Nürnberg. Unter Erfolgstrainer Hans Meyer kam der linke Flügelstürmer allerdings nie über die Rolle als Ergänzungsspieler hinaus. In zwei Bundesligasaisons brachte es der Kroate auf lediglich zehn Bundesliga-Einsätze – alle als Einwechselspieler. Ein Tor gelang ihm dabei nicht. Dennoch konnte Benko ein Ausrufezeichen im Trikot des FCN setzen: Im UEFA-Cup-Gruppenspiel gegen den späteren Turniersieger Zenit St. Petersburg erzielte er als Joker den Ausgleichstreffer zum späteren Endergebnis 2:2.

Trotzdem war das Kapitel Bundesliga für den Linksaußen nach nur zwei Jahren erledigt. Er wechselte nach Belgien, wo zwei ebenfalls durchwachsene Stationen bei Standard Liège und dem KV Kortrijk folgten, ehe es ihn Anfang 2011 wieder in seine kroatische Heimat, zu Slaven Belupo, zog. Kaum in der 1. HNL angekommen, läuft es wieder rund für Benko. In bislang sieben Spiele konnte er sich bereits fünf Mal in die Torjägerliste eintragen. Am Wochenende verhalf er seiner Elf mit einem Doppelpack gegen Cibalia Vinkovci zu einem 2:1-Auswärtserfolg. Slaven Belupo steht damit gefestigt im Mittelfeld der kroatischen Elitespielklasse.

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Jochen Rabe